Gewalt in der Schule - Eine Schüler- und Lehrerbefragung

Jugend Kriminalität - Eine Erklärung? - Die Anomietheorie

1.5 Soziologische Erklärung: Anomietheorie ( Merton)

 

Mit der Anomietherorie (Anomie = Normlosigkeit) versucht Merton zu erklären, warum sich bei Jugendlichen der verschiedenen sozialen Schichten abweichendes Verhalten unterschiedlich äußert. Für alle Menschen, egal aus welcher sozialen Schicht sie kommen, gelten die gleichen kulturellen Ziele. Ebenso haben sie die gleichen Mittel. die legitim sind, um diese Ziele zu erfüllen.

Nach Merton steht jeder, der die von der Gesellschaft festgelegten Ziele aufgrund seiner sozialen Struktur nicht erreichen kann, unter Druck.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, mit dieser Spannung umzugehen. Manchen Menschen sind die kulturellen Forderungen sehr bewußt, aber sie haben die legitimen Mittel nicht verinnerlicht. Jetzt kommt es zur Innovation: Die Jugendlichen wollen sich anpassen und sie haben keine Skrupel, illegale Mittel ( z.B. Stehen) anzuwenden.

Merton behauptet, Daß die unteren sozialen Schichten eher zu solchen Mitteln greifen, da sie weniger Möglichkeiten haben, als höhere Schichten, die kulturellen Ziele zu erreichen. Anderen Jugendlichen sind die kulturellen Zielen ebenfalls sehr klar, doch sie haben verinnerlicht, daß sie diese nur auf legale Weise erreichen dürfen. Weil sie wissen, daß sie das aufgrund ihrer sozialen Situatuon nicht schaffen, kommt es zum Rückzugsverhalten. Sie geben es auf, ihre soziale Situation mit der kulturellen Struktur vereinbaren zu wollen. Also resegnieren sie und ziehen sich aus der Gesellschaft zurück.

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