Jugendamt - Interview 1
3.11 Gespräch mit Herrn S., Leiter des Jugendamtes in N.
Das Jugendamt N. ist eine Untergruppe des ASD und der wiederum ist eine Außenstelle des Landkreises H.. Im Allgemeinen sozialen Dienst (ASD) sind 2,5 Mitarbeiter tätig und in der Jugendgerichtshilfe ist es ein weiterer Mitarbeiter. Damit fallen auf 17000 N. Bürger 1 Mitarbeiter des ASD.
Außer dem ASD gibt es noch den Stadtjugendpfleger ( Hr.K.).
Herr K. bietet allgemeine Freizeitangebote an, die prophylaktisch gegen Kriminalität wirken sollen. Es gibt jedoch kein richtiges Jugendzentrum in N., es besteht aber die Planung, das ehemalige DRK-Gebäude zu einen Jugendzentrum auszubauen. Herr S. betont allerdings, daß er das erst glaubt, wenn er das fertige Jugendzentrum vor eigenen Augen sieht. Die Kriminalität in N. ist eigentlich nur Durchschnitt, trotzdem gibt es aber Kriminalität und ein JUZ wäre der ideale Ort, um dieses Potential aufzufangen, denn hier kommt der Jugendpfleger dann an die schwierigen Jugendlichen heran.
Hier im Jugendamt kommen die Sozialarbeiter vor allem mit konkret verhaltensauffälligen Jugendlichen in Berührung, deren Eltern sich im JA melden oder Dritte, denen der Jugendliche aufgefallen ist.
Das JA bietet dann " Hilfe zur Erziehung".
Diese " Problemjugendlichen" werden meist schon sehr früh auffällig. Schon im Kindergarten zeigen sie Symptome wie Gruppenunfähigkeit, Spielunfähigkeit und Aggressivität. Hier hat das Jugendamt mit den Schulen und Kindergärten die Vereinbarung getroffen, das bei Problemen die Erzieher/Innen und Lehrer/Innen sich direkt erst an die Eltern wenden sollen. Dieser Austausch zwischen Lehrer/innen und Eltern ist zur Zeit jedoch noch zu gering. Erst wenn dieser Austausch keine Ergebnisse erzielt, wird das JA eingeschaltet.